Die kurze Antwort: ein Quadratmeter sind 10,7639 Quadratfuß
Ein Quadratmeter entspricht exakt 10,76391 Quadratfuß, ein Quadratfuß sind 0,09290304 Quadratmeter. Für eine schnelle Schätzung multiplizieren wir Quadratmeter mit 10,76 oder addieren etwa das Achtfache der ursprünglichen Zahl. Umgekehrt teilen wir Quadratfuß durch 10,76. Eine 80-m²-Wohnung hat damit rund 861 Quadratfuß, ein 1500-sqft-Apartment in New York entspricht etwa 139 m².
Die Umrechnung ergibt sich direkt aus der Beziehung 1 Fuß = 0,3048 m. Da Flächen quadratisch skalieren, müssen wir den Längenfaktor quadrieren: 0,3048 × 0,3048 = 0,09290304.
Tabelle für typische Wohn- und Grundstücksgrößen
Diese Werte begegnen uns in Immobilienanzeigen, Bauplänen und Möbelkatalogen:
- 10 m² = 107,6 sqft (kleines Arbeitszimmer)
- 20 m² = 215,3 sqft (Single-Apartment Tiny Home)
- 30 m² = 322,9 sqft (Mikro-Appartement, Studentenwohnheim)
- 45 m² = 484,4 sqft (kompakte Zwei-Zimmer-Wohnung)
- 60 m² = 645,8 sqft (durchschnittliche Zwei-Zimmer-Wohnung)
- 80 m² = 861,1 sqft (Drei-Zimmer-Wohnung)
- 100 m² = 1076,4 sqft (typische Reihenhausgrundfläche)
- 120 m² = 1291,7 sqft
- 150 m² = 1614,6 sqft (großes Einfamilienhaus)
- 200 m² = 2152,8 sqft
- 300 m² = 3229,2 sqft
In US-Immobilienanzeigen ist 1500 sqft eine häufige Schwelle für „mid-size apartment”, 2500 sqft gelten als großzügiges Einfamilienhaus, und alles über 4000 sqft (372 m²) zählt zu den größeren Domizilien. Wer also ein „cozy 800 sqft loft” mietet, sollte 74 m² einplanen.
Warum die US-Wohnflächendefinition großzügiger ist
Bei der Umrechnung lauert eine subtile Falle: Die US-Norm ANSI Z765 zählt Wohnfläche anders als die deutsche Wohnflächenverordnung. Räume mit Dachschrägen werden in den USA in der Regel voll gezählt, in Deutschland nur teilweise. Auch Treppenhäuser, Eingangsbereiche und Hauswirtschaftsräume werden in den USA häufig zur „gross living area” addiert, die in Deutschland nicht als Wohnfläche gilt. Ein US-Haus mit 2000 sqft (186 m²) hat nach deutscher Berechnung deshalb oft nur 160 bis 170 m² anrechenbare Wohnfläche.
In Quebec und einigen kanadischen Provinzen ist die Umrechnung außerdem mit dem „pied de roi” zu unterscheiden — diesem historischen französischen Fuß von rund 32,5 cm begegnen wir nur noch in alten Grundbuchakten.
Drei verwandte Flächeneinheiten zur Orientierung
Wer im angloamerikanischen Raum Immobilien recherchiert, trifft auf weitere Einheiten:
- Acre: 4046,86 m² oder 43.560 sqft. Standardmaß für Grundstücke außerhalb von Städten. Ein „one-acre lot” ist also rund ein Pomp-Hektar minus etwa zehn Prozent.
- Square yard (sq yd): 0,836 m². Häufig für Teppich- und Bodenbeläge. Eine Bestellung von 50 sq yd reicht für 41,8 m² Fläche.
- Hectare: international 10.000 m², in US-Texten manchmal angegeben, aber in deutschen Kontexten geläufig.
Wo uns die Umrechnung im Alltag begegnet
Drei typische Anlässe:
- Internationale Wohnungssuche. Plattformen wie Zillow und Realtor.com listen ausschließlich in sqft. Wer in den USA arbeiten will, sollte die m²-Faustregel im Kopf haben.
- Möbelkauf aus US-Online-Shops. Sofas, Teppiche und Esstische werden in den USA mit Stellfläche in sqft beworben. Ein „large sectional sofa” mit 40 sqft Stellfläche beansprucht rund 3,7 m².
- Tech-Datenblätter. Klimaanlagen, Luftreiniger und Bodenstaubsauger werben mit „covers up to 800 sqft” — das sind 74 m². Wer ein 100-m²-Wohnzimmer hat, sollte ein Gerät für mindestens 1100 sqft wählen.
Bei Mietspiegel und Energieausweis: nur metrisch
In Deutschland gelten ausschließlich metrische Wohnflächenangaben. Der Mietspiegel, der Energieausweis nach GEG, die Wohnflächenverordnung von 2004 und alle Behördenformulare arbeiten mit Quadratmetern. Wer eine Immobilie aus dem englischsprachigen Raum erbt oder verkauft, muss die Flächen für deutsche Behörden umrechnen — die Quellangaben sollten dabei dokumentiert sein, da die zugrundeliegenden Definitionen wie oben erwähnt abweichen können.
Wo wir die Werte verbindlich nachlesen
Das Bureau International des Poids et Mesures definiert den Meter und damit indirekt auch den Quadratmeter. Der internationale Fuß mit 0,3048 m ist seit 1959 verbindlich. Die ISO-Norm 80000-3 enthält die Definitionen aller Längen- und Flächeneinheiten in eindeutiger Form. Für Immobilien in den USA gilt zusätzlich die ANSI-Norm Z765, die die einheitliche Messung von Wohnflächen regelt — sie ist allerdings nicht in allen US-Bundesstaaten zwingend vorgeschrieben, weshalb sqft-Angaben in Anzeigen variabel sein können.